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und Künstlerhaus am Fusse des Üetlibergs in Zürich. Das Mehrfamilien-haus hat zum Ziel, preisgünstigen
Wohnraum mit hohem Wohnwert für vier unter-schiedlich grosse
Parteien zu schaffen. Dabei soll jede Partei möglichst gleich-wertig
einerseits von dem südseitigen 3000 m2 grossen Umschwung,andererseits
von der nordseitigen Sicht über die Stadt profitieren. Dies
generierte eine un-konventionelle, komplexe innere Organisation des
Gebäudes. Von einem zweige-schossigen Eingangsraum werden alle
4 Wohnungen erschlossen, die jeweils über eine eigene interne
Treppe über ein oder zwei Geschosse verfügen. Grundsätzlich
sind zwei Duplexwohnungen und zwei Attikawohnungen so ineinander
verschachtelt, dass die Qualität des auf vier Seiten orientierten
Gebäudes voll ausgeschöpft werden konnte. Die gewählten Materialien sind
gängige, unveredelte Baumaterialien wie Beton, Holz und verzinkter
Stahl, die spannungsvoll zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Der präzise Einbau der farbigen Küchen mit spiegelnden
Glas-abdeckungen und die grossflächigen bunten Glasverkleidungen
der Wände in den Nasszellen kontrastieren den groben Beton
und die organischen Holzmuster.
Das Kellergeschoss, die vertikalen
Treppentürme und die Trennwände zwischen den Wohneinheiten
sind in Ortbeton (Schalungstyp 1) gefertigt. Dadurch werden feuer-polizeiliche
und akustische Anforderungen erfüllt, die der Holz-elementbau,
aus dem mehrheitlich die restliche Raumstruktur besteht, generiert. Der Betonkern bildet das ‚Skelett’ des eigentlichen
Holzhauses, das mit seiner organischen Weichheit das Rohe des Betons
überhöht. Decken und Wände bestehen aus vorfabri-zierten,
isolierten Holzelementen aus Fichte. Die
Innenflächen bestehen an den Wänden aus Kistensperrholz,
an den Decken aus Dreischichtplatten. Die einzelnen Bauteile und die Arbeitsprozesse ablesbar.
Der Holzbau erhält durch die leicht polygonale Geometrie den
Charakter eines vom Schreiner hergestellten Möbelstückes.
Auffälligstes Merkmal der aus ver-zinkten Blechen bestehenden
Fassade ist die differenzierte Ausbildung der Fenster- öffnungen
der Nord- und Südseite. |